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HIV/Aids und materielle Armut stehen in engem Zusammenhang mit mangelhaftem Bildungszugang. Vielen jungen Menschen im südlichen Afrika werden dadurch wertvolle Perspektiven für ein gesundes Leben und die Entwicklung in ihrem sozialen Umfeld genommen. Go Ahead! will dazu beitragen, diesen Teufelskreis mit gezielter Bildungsförderung zu durchbrechen. Weil globale Verantwortung für uns in Deutschland beginnt, haben wir 2011 die Aufklärungskampagne “BreakTheCycle” für Bildungszugang marginalisierter Kinder und Jugendlicher im südlichen Afrika entwickelt. Auch 2016 wird Go Ahead! wieder anlässlich des Welt-Aids-Tages bundesweit Aktionen organisieren, um auf den Teufelskreis zwischen fehlendem Bildungszugang und der Aids-Epidemie aufmerksam zu machen.

 

Der Teufelskreis

Die Verbreitung des HI-Virus ist nach wie vor ein globales Problem. Auch wenn die Zahl der Neuinfizierungen tendenziell rückläufig ist, waren 2015 nach Angaben von UNAIDS mehr als 36,7 Millionen Menschen mit dem Virus infiziert. Die am meisten vom HI-Virus betroffene Region der Welt ist Subsahara-Afrika, wo mit 25,5 Millionen HIV positiven Menschen fast 70% der weltweit Infizierten leben. Besonders in Südafrika ist HIV/Aids ein großes Problem. Hier leben weltweit die meisten Menschen mit HIV und auch die Zahl der Neuinfektionen ist hier am höchsten. Subsahara-Afrika ist weltweit auch die am härtesten von materieller Armut betroffene Region. In Südafrika lebt beispielsweise ein Fünftel der Menschen von weniger als 1,25 US-Dollar am Tag – in Uganda ist es sogar ein Drittel der Bevölkerung. Dabei gibt es klare Zusammenhänge zwischen der hohen HIV-Prävalenz, der Vielzahl an Menschen in materieller Armut und dem vielerorts mangelnden Zugang zu Bildungsmöglichkeiten, die sich gegenseitig bedingen und einen folgenschweren TEUFELSKREIS bilden. Es kommt zu einer folgenschweren Wechselwirkung.

HIV/Aids und Armut

An Aids erkrankte Menschen können mit fortschreitender Krankheit häufig nicht mehr arbeiten und sind dadurch ökonomisch von der Familie abhängig. Auf der anderen Seite kann materielle Armut unter Umständen zu einem höheren Infektionsrisiko führen – da Verhütungsmittel nicht beschafft werden oder sich junge Meschen zur Prostitution genötigt sehen.

Armut und Bildung

Weltweite Studien zeigen, dass je höher der Bildungsabschluss, desto höher sind auch die Chancen auf dem Arbeitsmarkt und damit die Möglichkeiten, der materiellen Armut zu entkommen. Umgekehrt wirkt sich Armut negativ auf Bildungschancen aus – zum Beispiel wenn Kinder zum Unterhalt der Familie beitragen müssen, statt zur Schule gehen zu können.

Bildung und HIV/Aids

Mangelhafter Bildungszugang führt oft zu lückenhaftem Wissen über den Schutz vor Gefahren wie einer HIV-Infektion. Bildung und Aufklärung sind enorm wichtige Bestandteile von Präventionsmaßnahmen, da der Zugang zu Informationen entscheidend dafür ist, diese verstehen zu können. Alleine 2015 hat HIV/Aids das Leben von 1,1 Millionen Menschen gefordert – 900.000 davon in Subsahara-Afrika.

Unsere Arbeit in Deutschland

Mit unseren Aktionen in Deutschland wollen wir junge Menschen für die sozialen Probleme im Afrika südlich der Sahara sensibilisieren. BreakTheCycle ist Teil dieser Bemühungen, um global vereint den Teufelskreis zu durchbrechen. Jährlich führen wir im Rahmen dieser Kampagne eine Aktion mit unseren Hochschulgruppen durch:

2016: Auch 2016 haben die Hochschulgruppen von Go Ahead! e.V. in mehreren Städten erfolgreiche Aktionen zum BreakTheCycle Tag durchgeführt. Am 1. Dezember ging es unter dem Motto ´aufmerksam machen, aufklären, handeln´ gemeinsam gegen HIV/Aids, materielle Armut und mangelnde Bildung in Subsahara Afrika. Exemplarisch gab es Infostände in Heidelberg und Erfurt, mit Verkauf von Waffeln und Glühwein zugunsten der Go Ahead! Kampagnen. In mehreren Städten wurden Filmvorführungen organisiert und Vorträge oder Diskussion gehalten. Die Teilnehmenden sahen den Film ´Lost Generation´ und zeigten sich sowohl vom Film, als auch vom gesamten Abend begeistert.Die Erlöse und die Aufklärung kommen der BreakTheCycle Kampagne direkt und indirekt zugute.

2015: Unter anderem wurde von mehreren unserer Hochschulgruppen der Film ´Themba – A Boy Called Hope´ in Kooperation mit der Cinema For Peace Foundation vorgeführt. Der Film handelt von einem sportlich talentierten Jungen aus Südafrika, der davon träumt, Profifußballspieler zu werden. Allen Widerständen, selbst der eigenen HIV Infektion, zum Trotz verfolgt er sein Ziel. Ergänzt wurden die Filmvorführungen durch Informationsstände, an den unsere Hochschulgruppen-Mitglieder auf dem Uni-Campus über den Teufelskreis aufklärten, und durch angeschlossene Podiumsdiskussionen mit externen Referenten.

Unser Engagement in Subsahara-Afrika

Go Ahead! unterstützt Bildungsprojekte in Subsahara-Afrika, um dabei zu helfen, den Teufelskreis aus HIV/Aids, materieller Armut und mangelndem Bildungszugang nachhaltig zu durchbrechen. Hierbei fördern wir ausschließlich Nichtregierungsorganisationen, die in den jeweiligen Gemeinden arbeiten. Da die Fachkräfte unserer Partnerorganisationen besser auf die besonderen lokalen Anforderungen und kulturellen Gegebenheiten in den vorhandenen Strukturen eingehen können als externe Akteure, verfolgen wir diesen lokalen Ansatz. In diesem Rahmen fördern wir u.a. ein Learning Center mit in KwaZuluNatal, Südafrika, mehrere Vorschulen in Subsahara-Afrika und übernehmen innerhalb unseres Educators Programme die volle Finanzierung der Aus- und Weiterbildung für angehende VorschullehrerInnen.

 

Links und Dokumente

Zahlen und Fakten zu HIV/Aids, Armut und Bildung in Subsahara-Afrika

BreakTheCycle-Flyer