Partnerprojekte

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Heartbeat, Pretoria, Südafrika

HB

Heartbeat ist eine südafrikanische Nichtregierungsorganisation, die sich um AIDS-Waisen und solche Kinder kümmert, deren Eltern schwer krank sind. Heartbeat unterstützt vor allem von Kindern oder Großmüttern geführte Familien - genau solche, die in besonderem Maße Hilfe benötigen!

Heartbeat wurde im Jahre 2000 von der Südafrikanerin Sunette Pienaar gegründet. Seitdem unterstützen die Heartbeat Projekte insgesamt 17 Gemeinden in 6 Provinzen so, dass diese sich selber um die Waisen der Region kümmern können. Heartbeat betreut heute ca. 6000 Kindern in seinen Projekten.

Heartbeat setzt hierzu auf eine auf der Gemeinde („Community“) basierenden Projektidee, deren Grundpfeiler Kinderrechte, Gemeindebeteiligung und nachhaltige Entwicklung sind. Das Heartbeat-Modell wurde von der südafrikanischen Regierung ausgezeichnet und wird von weiteren Hilfsorganisationen übernommen. Heartbeat bietet hierzu sein Training und Mentorenprogramm „Tswelopele“ an.

Das Modell setzt darauf, die Kinder in den eigenen Familien und Dorfverbänden zu lassen, diese aber in den vorhandenen Strukturen zu unterstützen. Mitarbeiter von Heartbeat besuchen diese Kinder mehrmals wöchentlich, die Kinder erhalten ein Essenspaket, Schulgebühren und –Uniformen werden gestellt und darüber hinaus erhalten die Kinder psychologische Betreuung. Durch diese intensive Betreuung wird sichergestellt, dass die Kinder in einem verhältnismäßig behüteten Umfeld aufwachsen – frei von Gewalt und Missbrauch.

Heartbeat unterhält des Weiteren sogenannte „Afterschool“- und „Learning Center“, in denen eine Vielzahl von Kindern und jungen Erwachsenen auch nach der Schule zusätzliche Bildungsangebote und Fürsorge sowie eine warme Mahlzeit finden.

Das Modell von Heartbeat ist deshalb so innovativ und erfolgreich, weil es die Kinder in den „Communities“ lässt und seine Kapazitäten darauf fokussiert, die Kinder bei einem möglichst normalen Aufwachsen zu unterstützen. Dieser Ansatz unterscheidet sich daher stark von dem eines Waisenhauses und ist daher ein sinnvoller Ansatz, um mit der  HIV/AIDS Krise im südlichen Afrika umzugehen.

Im Jahr 2006 wurde die Gründerin Dr. Sunette Pienaar von der Schwab Foundation zur sozialen Unternehmerin 2006 gewählt und durfte in der Folge auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos sprechen.

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Zimele, KwaZulu-Natal/Südafrika

Zimele

Zimele ist Zulu und bedeutet zu Deutsch „auf den eigenen zwei Beinen stehen“. Das Ziel von Zimele ist es folglich vor allem, Menschen zu schulen und ihnen so die Möglichkeit zu geben, sich selbst zu helfen.

Das Projekt Zimele ist in KwaZulu Natal aktiv, der weltweit am schlimmsten von der HIV/AIDS Pandemie betroffenen Region und gleichzeitig der Fokusregion von Go Ahead!s Arbeit. Die ländlichen Gebiete der Regionen Swayemani und Uthukela, in denen Zimele arbeitet, sind besonders stark von HIV/AIDS und Armut betroffen: die offizielle AIDS-Rate liegt bei über 38%, mehr als die Hälfte der Menschen haben keine Arbeit und ebenfalls mehr als jeder Zweite keinen Zugang zu fließend Wasser und Strom. Die realen Betroffenenzahlen liegen aber deutlich darüber.

2006 wurde die Hilfsorganisation durch Rosetta Heunis gegründet, um insbesondere Frauen und Kindern zu helfen, die sich allein um eine Vielzahl von Waisenkindern bzw. ihre Geschwister kümmern müssen. Dieses Phänomen der „Child-  and Granny Headed Households“  ist weit verbreitet in KwaZulu Natal.

ZimeleZimeles Vision ist es, die Situation der örtlichen Gemeinden durch von der jeweiligen Gemeinde selbst durchgeführte Projekte zu verbessern und sie somit auf eigene Füße zu stellen und gleichzeitig ein sicheres Umfeld für Kinder zu schaffen. Demgemäß fokussiert sich die Zusammenarbeit auf Frauen, die bei grundlegenden Tätigkeiten des Lebens (Beantragung von Papieren, Ansparen von Geld, Durchführung eigener Projekte) unterstützt werden. Gleichzeitig werden sie über ihre Rechte, die ihnen laut der südafrikanischen Verfassung zustehen, unterrichtet und über HIV/AIDS aufgeklärt. Zimele möchte keine Abhängigkeit von Hilfeleistungen, sondern in Eigenverantwortung und in eigener Initiative handelnde Gemeinschaften schaffen.

Dieses Ziel wird durch drei Kernprogramme verfolgt: Erstens führt Zimele Workshops mit Selbsthilfegruppen durch, zweitens hat Zimele Gruppen ins Leben gerufen, die afrikanische Kunst herstellen und diese vertreiben. Drittens unterstützt und berät Zimele mit seiner Erfahrung kleine lokale Projekte bei ihrer Arbeit.

Go Ahead! unterstützt das Selbsthilfegruppen-Programm von Zimele.

ZimeleIn regelmäßigen Workshops werden hier Gruppen von 10-15 Personen ausgebildet und ihnen Wege aufgezeigt, wie sie selbst ihre Lebenssituation verbessern können. Es handelt sich hierbei primär um Frauen, die sich zu Hause, ohne ein wirkliches Einkommen zu haben, um etliche eigene Kinder und Waisenkinder kümmern. Der Schlüssel in diesem Programm ist neben dem Zugang zu staatlichen Hilfeleistungen eine Art „microfinance“ Ansatz – also die Vergabe von Kleinstkrediten. Zusammen spart die Gruppe einen kleinen Sockel an Geld an, von dem sich dann jedes Gruppenmitglied Geld leihen kann. Diese Gelder werden in den meisten Fällen entweder zum Bezahlen der Schulgebühren der Kinder oder zum Aufbau eines kleinen Gemüsegartens verwendet. Somit erhalten die Gruppenmitglieder den Kleinkredit, der notwendig ist, um kleine eigene Projekte zu initiieren und somit vor allem den Waisen in ihrer Familie zu helfen. Momentan betreut Zimele 45 solcher Gruppen mit insgesamt rund 450 Mitgliedern, die sich um ca. 2250 Kinder kümmern.

Go Ahead! ist von diesem Ansatz überzeugt und stolz, mit dieser innovativen und entwicklungspolitisch außergewöhnlich arbeitenden Organisation zusammenzuarbeiten. 2008 haben wir 15 Workshops für jeweils 15 Teilnehmer der Selbsthilfegruppen finanziert.

Mehr Informationen: www.zimelecommunity.org

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Umzingisi, Port Elizabeth, Südafrika

UmzingisiBildung durch Sport! Diesen Ansatz verfolgt Umzingisi in Port Elizabeth in Südafrika. Im Rahmen von Sportprogrammen sind junge Menschen sehr viel offener für sensible Themen wie Gesundheit, Selbstbestimmung und Verantwortungsübernahme. Go Ahead! fördert die Fußballprogramme von Umzigisi.

Umzingisi wurde im Jahr 2005 nahe der Hafenstadt Port Elizabeth in Südafrika gegründet und hat sich auf die Entwicklung von sportpädagogischen Programmen für benachteiligte Jugendliche dieser Region  spezialisiert.

Wie in anderen Teilen Südafrikas ist das Leben der 1,3 Millionen Einwohner der Region geprägt von Krankheit, Arbeitslosigkeit, Unterernährung, Gewalt, Alkoholismus und extremer Armut. Etwa 32% der Bevölkerung leiden unter HIV/AIDS, 60% der Townshipbewohner sind arbeitslos. Kinder und Jugendliche sind ständig verschiedensten Risiken des Alltags ausgesetzt, oft werden sie anfällig, verletzlich und leicht manipulierbar. Häufig eignen sie sich außerdem selbst risikobehaftetes Verhalten an, um fehlende Sozialkompetenzen, mangelnde Kenntnisse bezüglich grundlegender Gesundheitsthemen und ihre Perspektivlosigkeit zu kompensieren.

Umzingisi LogoSportunterricht wird von der Regierung und zum Teil den Schulen selbst vernachlässig. Sport und insbesondere Fußball und Netball (ein bei Mädchen sehr beliebter Sport) übt jedoch bei Jugendlichen in den meisten afrikanischen Ländern eine ganz besondere Faszination aus. Trainern gegenüber zeigen viele der Sportbegeisterten großen Respekt. Im Rahmen eines Sporttrainings sind sie oft sehr viel offener und empfänglicher für Themen, die sich mit ihrer persönlichen Lebenssituation auseinandersetzen. Genau hier setzt Umzingisi mit seinem Konzept an. Umzingisi kombiniert Sport mit lebenswichtigen Bildungsinhalten und vermittelt Kindern und Jugendlichen in seinen Programmen vor allem:

  • Aufklärung über gesundheitliche Risiken (z.B. AIDS)
  • Schutz und Selbstbestimmung über den eigenen Körper
  • Stärkung des Selbstbewusstseins
  • Verantwortungsübernahme für sich und andere
  • Emanzipation und Geschlechtergleichstellung


Lesen Sie mehr über die Kooperation zwischen Go Ahead! und Umzingisi: kickHIV!  

Homepage von Umzingisi:www.umzingisi.org

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