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Der Teufelskreis, den es mit gezielter Bildungsförderung zu durchbrechen gilt, entsteht durch eine folgenschwere Wechselwirkung von HIV/Aids, akuter Armut und mangelndem Bildungszugang. Doch was verbirgt sich eigentlich hinter diesen Begriffen? Was ist HIV/Aids, warum ist die Krankheit so ein großes Problem und was hat das eigentlich mit Bildung zu tun?

Hier kannst du dein Wissen über die einzelnen Dimensionen des Teufelskreises testen und
spielerisch mehr über die einzelnen Faktoren lernen. Außerdem kannst du das Quiz hier als pdf-Dokument herunterladen.

Wähle einfach eine der vier Kategorien aus und los geht’s!

In der Regel ist eine der gegebenen Antwortmöglichkeiten richtig. Sollten mehrere Antworten zutreffen, so steht das in der Frage dabei. Viel Spaß!

Bildung Armut HIV/Aids basics HIV/Aids in Subsahara-Afrika
Wie hoch ist in Subsahara-Afrika die Alphabetisierungsrate bei Jugendlichen im Alter von 15 bis 24 Jahren (Stand 2009)?





Die Alphabetisierungsrate betrug 2009 in Afrika südlich der Sahara 72%. In den Regionen Ostasien/Pazifik und Europa/Zentralasien betrug die Alphabetisierungsrate im Alter von 15 bis 24 Jahren 99%, in dem Gebiet Lateinamerika/Karibik 97%, in der Region Mittleren Osten/Nordafrika 90% und in Südasien 79%.

Wie hoch ist in Subsahara-Afrika die Alphabetisierungsrate bei Mädchen/jungen Frauen im Alter von 15 bis 24 Jahren (Stand 2009)?




Bei Mädchen/jungen Frauen beträgt die Alphabetisierungsrate nur 67%, während sie bei männlichen Jugendlichen zwischen 15 und 24 Jahren 77% beträgt.

Warum haben nicht alle Kinder im südlichen Afrika die Möglichkeit, die Schule zu besuchen und so eine Grundbildung zu erhalten?






Alle dieser Antwortmöglichkeiten können leider zutreffen. Die Folge ist jedoch besonders gravierend, da eine Grundbildung die wichtigste Voraussetzung dafür ist, Informationen über HIV/Aids erlangen und verstehen zu können. Eine Studie in Südafrika stellte heraus, dass jedes zusätzliche Schuljahr das Risiko einer HIV-Infektion um 7% reduzierte. Besonders bei Mädchen senkt längerer Schulbesuch das HIV-Risiko. Durch Bildung werden Mädchen dazu befähigt, selbstbewusstere Entscheidungen zu treffen und ökonomisch unabhängiger von ihren Partnern zu werden.

Wie ist in Subsahara-Afrika das numerische Verhältnis von SchülerInnen zu LehrerInnen in der Primarschulbildung (Stand 2009)?




Das Verhältnis beträgt 1 zu 46, das heißt im Durchschnitt kommen auf jede/n LehrerIn 46 SchülerInnen. Diese Werte sind natürlich innerhalb Subsahara-Afrika sehr unterschiedlich: In Südafrika sind es beispielsweise 31, in Tansania 54 und in Mosambik 61 SchülerInnen pro LehrerIn. Zum Vergleich: In Deutschland kommen 13 SchülerInnen auf jede/n LehrerIn.

Wie viel Prozent der HIV-Neuinfizierten 15- bis 24-Jährigen in Südafrika waren weiblich (Stand 2007)?




In Südafrika sind bei den 15- bis 24-Jährigen 90 % der Neuinfizierten weiblich. Gleichzeitig beträgt die Alphabetisierungsrate der Mädchen/jungen Frauen in diesem Alter nur 67%. Mädchen sind also eine besonders wichtige Zielgruppe für Präventionsarbeit und Bildungsförderung.

Wie verhält sich die Anzahl der neuen Therapieplätze mit antiretroviralen Medikamenten zu der Anzahl der Neuinfektionen mit HIV (jeweils weltweit)?




Auf 2 neue Therapieplätze kommen leider immer noch 5 neue Infektionen mit dem HI-Virus! Das zeigt, dass die medizinischen Ansätze nicht ausreichen und durch einen verbesserten Zugang zu ART (Antiretrovirale Therapie) alleine die HIV/Aids-Problematik nicht zu lösen ist. Eine Senkung der Rate der Neuinfektionen kann durch Prävention und Aufklärungsarbeit erreicht werden. Dies ist jedoch nur möglich, wenn der Zugang zu Bildung und damit zu Informationen über HIV/Aids und mögliche Ansteckungswege gewährleistet ist!

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Nochmal Armut HIV/Aids basics HIV/AIDS in Subsahara-Afrika

Wie viel Prozent aller Todesfälle waren 1997 bis 2005 in Südafrika auf HIV/Aids zurückzuführen?




In Südafrika waren zwischen 1997 und 2005 40% aller Todesfälle auf HIV/Aids zurückzuführen. Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt im südlichen Afrika insgesamt unter 50 Jahren, in Simbabwe sogar unter 40 Jahren. Der Großteil der Menschen, die an Aids sterben, befindet sich im mittleren Alter und somit in den besten Jahren der Erwerbsfähigkeit, sodass ein Todesfall nicht nur ein emotionaler Verlust ist, sondern auch mit finanziellen Einschnitten für die zurückbleibende Familie verbunden ist. Neben den Kosten für die Beerdigung muss die Familie den Verlust eines Einkommens kompensieren.

Wie viele Aids-Waisenkinder (mind. ein Elternteil ist aufgrund der Aids-Erkrankung gestorben) gibt es im südlichen Afrika (Stand 2009)?





Über 15 Millionen Kinder haben im südlichen Afrika ihre Mutter, ihren Vater oder beide Elternteile durch Aids verloren und sind damit nach der Definition der Vereinten Nationen Waisenkinder. Durch den Tod der Eltern verlieren die Kinder neben ihrem engsten sozialen Umfeld oftmals auch Zukunftsperspektiven. Viele Aids-Waisenkinder sind traumatisiert, weil sie Krankheit und Tod der Eltern miterleben mussten und/oder aufgrund der Krankheit diskriminiert werden. Sie werden leichter Opfer von sexueller und anderer Ausbeutung und haben ein höheres HIV-Infektionsrisiko.

Welcher Anteil der Menschen, die in Afrika südlich der Sahara leben, muss mit weniger als $2 pro Tag auskommen (Stand 2005)?





72,9% der Menschen im südlichen Afrika müssen mit weniger als $2 pro Tag auskommen. Der Anteil derer, die weniger als $1,25 pro Tag zur Verfügung haben, beträgt sogar 50,9%! Die hohe finanzielle Belastung, die eine HIV-Infektion darstellt, verschärft die wirtschaftliche Situation der betroffenen Familien zusätzlich.

Die zusätzliche finanzielle Belastung, die eine HIV-Infektion oder Aids-Erkrankung für die betroffenen Familien darstellt, kann auch zu Nahrungsmittelknappheit und Mangelernährung führen. Doch eine gesunde, ausgewogene Ernährung ist für HIV-positive Menschen besonders wichtig. Warum?






Vitamin C kann HIV/Aids natürlich nicht lindern. Alle anderen Aussagen sind jedoch richtig. Unterernährung ist daher leider ein ernsthaftes Problem.

Welcher Anteil der Aids-Waisenkinder im südlichen Afrika leidet an Unterernährung?





Untersuchungen zeigen, dass ca. 50% der Aids-Waisenkinder an Unterernährung leiden. Gleichzeitig ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass sie sich aufgrund ihrer prekären Lebensumstände selbst mit HIV infizieren.

Der Welthunger-Index (WHI) wird aus drei verschiedenen Indikatoren (Unterernährung, kindliche Unterernährung und Sterblichkeit) errechnet und erlaubt es, die Hungersituation verschiedener Länder miteinander zu vergleichen. In welchen Ländern ist die Hungersituation laut Welthunger-Index 2011 „gravierend“ (niedrigste Kategorie)?




In 26 Ländern ist die Hungersituation laut WHI 2011 „sehr ernst“ oder „gravierend“. Alle Länder, für die der WHI 2011 einen gravierenden Wert aufweist - Burundi, die Demokratische Republik Kongo, Eritrea und Tschad - liegen in Afrika südlich der Sahara. Die meisten Länder mit sehr ernsten WHI-Werten liegen in Afrika südlich der Sahara und in Südasien. Der Welthunger-Index ist jedoch immer ein Durchschnittswert, sodass in Ländern mit einer „sehr ernsten“ Hungersituation dennoch Gebiete existieren können, in denen die Lage „gravierend“ ist. Da Daten oft erst mit großer Zeitverzögerung verfügbar sind, spiegelt der WHI 2011 weder die Auswirkungen der Nahrungsmittelpreiskrise von 2010/11 noch die aktuelle Hungersnot am Horn von Afrika wider.

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Was ist Aids für eine Art von Erkrankung?





Bei dieser Viruserkrankung werden Zellen des Immunsystems angegriffen, die eine zentrale Aufgabe bei der Abwehr von Krankheiten haben. Die fortschreitende Zerstörung des Immunsystems führt dazu, dass auftretende opportunistische Krankheiten und Infektionen nicht bekämpft werden und die Erkrankten daran sterben können.

Was ist der Unterschied zwischen HIV und Aids?




HIV steht für „human immunodeficiency virus“ (dt.: „Menschliches Immunschwäche-Virus“) und bezeichnet somit den Krankheitserreger. Aids ist die Abkürzung für „acquired immunodeficiency syndrome“ (dt.: „Erworbenes Immunschwäche-Syndrom“) und steht für die ausgebrochene Krankheit.

Durch welche Körperflüssigkeiten kann man sich mit dem HI-Virus infizieren?







Eine HIV-Infektion wird nicht durch Speichel, Schweiß oder Urin übertragen!! Eine Infektion ist nur durch die Körperflüssigkeiten Blut, Sperma, Vaginalsekret und Muttermilch möglich. Dabei ist ein Austausch bzw. eine Aufnahme der infizierten Körperflüssigkeiten gemeint, der bloße Kontakt mit infiziertem Blut, Sperma, Vaginalsekret oder Muttermilch führt noch nicht zu einer Infektion. Übertragungswege sind also ungeschützter Geschlechtsverkehr, die Benutzung unsauberer Spritzen beim Drogenkonsum, die Verwendung unsauberer Bluttransfusionen und das Stillen.

Welche Verhütungsmethode schützt vor einer Ansteckung mit dem HI-Virus?





Nur der Gebrauch von Kondomen kann vor der Ansteckung mit dem HI-Virus schützen.

Wie lange dauert es, bis bei einem HIV-infizierten Menschen die Krankheit Aids ausbricht und Krankheitssymptome auftreten?





Die Latenzphase, also die Zeit, in der sich das Virus im Körper vermehrt und noch keine Krankheitssymptome auftreten, dauert ohne Behandlung durchschnittlich 10 Jahre, kann aber auch bis zu 15 Jahre anhalten. Es gibt jedoch auch PatientInnen, die innerhalb weniger Monate Aids entwickeln, dies ist abhängig von der Konzentration der Viruslast im Blut. Neben der Einnahme von Medikamenten kann auch eine gesunde Lebensführung das asymptomatische Stadium verlängern.

Kann man Aids heilen oder behandeln?





Man kann HIV/Aids nicht heilen und es gibt auch trotz intensiver Forschung (noch) keinen Impfstoff gegen das Virus, aber die Behandlung einer HIV-Infizierung ist möglich: Bei einer Antiretroviral-Therapie (ART) werden Antiretroviral-Medikamente (ARVs) zur Behandlung HIV-Infizierter verwendet. Diese Medikamente beeinträchtigen die Fähigkeit des Virus, sich im Körper zu reproduzieren. Folglich wird die Viruslast im Körper, also die Konzentration der HI-Viren im Blut, gering gehalten und das Immunsystem gestärkt. Somit kann der Ausbruch von Aids und das Auftreten opportunistischer Erkrankungen (so werden Erkrankungen bezeichnet, die sich aufgrund der Schwäche des Immunsystems entwickeln können, häufig sind dies Lungenentzündungen, Tuberkulose, das Kaposi-Sarkom oder Pilz-/ Viruserkrankungen) hinausgezögert werden. Das erste Antiretroviral-Medikament wurde 1987 genehmigt.

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Welches Geschlecht ist rein biologisch besonders anfällig für eine HIV-Infektion?




Frauen sind aus biologischen Gründen vulnerabler für das HI-Virus als Männer: Der weibliche Genitaltrakt hat eine größere Fläche, über die das HIV in den Körper eindringen kann, und Frauen haben längeren Kontakt mit der infektiösen Samenflüssigkeit. Daher ist es zwei bis vier Mal wahrscheinlicher, dass sich HIV von einem Mann auf eine Frau überträgt als umgekehrt. Zudem ist vor allem bei Mädchen und jungen Frauen die Abwehrfunktion des Vaginaltraktes noch unausgereift, wodurch diese besonders gefährdet sind. Es gibt jedoch neben den biologischen Ursachen auch soziale und kulturelle Gründe dafür, dass Frauen in Subsahara-Afrika besonders betroffen und anfällig für eine HIV-Infektion sind (z.B. schlechterer Zugang zu Ressourcen, Einkommen sowie Bildung und somit auch zu Information bzgl. sexueller Gesundheit, HIV und Verhütung; meist passive Rolle in der Entscheidung über sexuelle Fragen wie bspw. die Verwendung von Kondomen; ökonomische Abhängigkeit; Ehe mit meist älteren Männern, die eine höhere Wahrscheinlichkeit haben, mit HIV infiziert zu sein).

Wie hoch war 2007 der Anteil der Frauen an den HIV-Infizierten in Subsahara-Afrika?





2007 betrug in Osteuropa und Zentralasien der Anteil der Frauen an den HIV-Infizierten 26%, in Asien 29%, in der Karibik 42% und im südlichen Afrika über 60%.

Wie groß ist das Risiko, dass eine HIV-infizierte Schwangere das Virus auf ihr Baby überträgt?




Das Risiko der Mutter-zu-Kind-Übertragung liegt bei ca. 30-40%. Die Infektion kann in utero, durch den Austausch von Blut und Flüssigkeiten während der Geburt sowie beim Stillen weitergegeben werden. Durch geeignete Maßnahmen – nämlich eine Therapie mit antiretroviralen Medikamenten für die Mutter (die helfen, die Viruslast im Körper gering zu halten), eine Kaiserschnittentbindung sowie der Verzicht auf Stillen – kann das Risiko jedoch auf unter 5% reduziert werden. In Deutschland konnte das Risiko der Mutter-zu-Kind-Übertragung so auf unter 1% gesenkt werden, im südlichen Afrika ist das Risiko aufgrund fehlender Ressourcen und mangelnder Aufklärung jedoch noch sehr hoch. Nicht nur die Medikamente für die Mutter müssen finanziert werden, sondern auch Milchpulver für das Neugeborene. Der Verzicht auf das Stillen wird außerdem oft auch aus kulturellen Gründen und aufgrund von Angst vor Stigmatisierung nicht in die Tat umgesetzt.

Welcher Anteil der in Subsahara-Afrika lebenden Menschen, die antiretrovirale Medikamente benötigen, hat tatsächlich Zugang zu den Mitteln (Stand 2009)?





Nur 37% der in Subsahara-Afrika lebenden Menschen, die antiretrovirale Medikamente benötigen, haben tatsächlich Zugang zu den Mitteln.

Welcher Anteil der in Subsahara-Afrika lebenden Kinder, die antiretrovirale Medikamente benötigen, hat tatsächlich Zugang zu den Mitteln (Stand 2009)?





Nur 26% der Kinder, die eine Antivirale Therapie benötigen, erhalten diese.

Wie viele HIV-positive schwangere Frauen im Afrika südlich der Sahara erhalten antiretrovirale Medikamente, um eine Ansteckung des Kindes zu verhindern (Stand 2009)?





Es erhalten ungefähr 54% der schwangeren HIV-positiven Frauen Medikamente, um eine Ansteckung des Kindes zu verhindern. Dieser Anteil schwankt jedoch zwischen den Regionen erheblich: Im östlichen und südlichen Afrika beträgt der Anteil 68%, im westlichen und zentralen Afrika nur 23%.

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