Der Teufelskreis, den es mit gezielter Bildungsförderung zu durchbrechen gilt, entsteht durch eine folgenschwere Wechselwirkung von HIV/Aids, akuter Armut und mangelndem Bildungszugang. Doch was verbirgt sich eigentlich hinter diesen Begriffen? Was ist HIV/Aids, warum ist die Krankheit so ein großes Problem und was hat das eigentlich mit Bildung zu tun?
Hier kannst du dein Wissen über die einzelnen Dimensionen des Teufelskreises testen und spielerisch mehr über die einzelnen Faktoren lernen. Außerdem kannst du das Quiz hier als pdf-Dokument herunterladen.
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In der Regel ist eine der gegebenen Antwortmöglichkeiten richtig. Sollten mehrere Antworten zutreffen, so steht das in der Frage dabei. Viel Spaß!
Du fragst dich, was HIV/Aids denn eigentlich mit Bildung zu tun hat? Vielleicht findest du ja die richtige Antwort – in unserem Quiz „Bildung“.
Was für Folgen hat HIV/Aids eigentlich für die Lebenssituation der betroffenen Familie? Gar nicht so einfach zu beantworten – versuch dein Glück bei unserem Quiz „Armut“. Viel Spaß!
Was ist HIV/Aids eigentlich für eine Erkrankung und wie kann man sich anstecken? Wenn du dein Wissen rund um das Krankheitsbild HIV/Aids testen möchtest, starte mit dem Quiz „HIV/Aids basics“. Viel Erfolg!
Dich interessieren die Hintergründe der HIV/Aids-Problematik im südlichen Afrika? Dann bist du bei diesem Quiz richtig – los geht’s!
99% 97% 79% 72%
Die Alphabetisierungsrate betrug 2009 in Afrika südlich der Sahara 72%. In den Regionen Ostasien/Pazifik und Europa/Zentralasien betrug die Alphabetisierungsrate im Alter von 15 bis 24 Jahren 99%, in dem Gebiet Lateinamerika/Karibik 97%, in der Region Mittleren Osten/Nordafrika 90% und in Südasien 79%.
57% 67% 77%
Bei Mädchen/jungen Frauen beträgt die Alphabetisierungsrate nur 67%, während sie bei männlichen Jugendlichen zwischen 15 und 24 Jahren 77% beträgt.
Die Familie kann sich die Schulgebühren und die Kosten für Schuluniform und Bücher nicht leisten Die Anfahrtswege sind zu lang Die Kinder müssen arbeiten gehen, um ihre Familien zu unterstützen Die Kinder haben ihre Eltern aufgrund HIV/Aids verloren und müssen sich um ihre jüngeren Geschwister kümmern Die Kinder (insbesondere die Mädchen) sind bei der Hausarbeit und der Pflege (Aids-) kranker Familienmitglieder eingebunden
Alle dieser Antwortmöglichkeiten können leider zutreffen. Die Folge ist jedoch besonders gravierend, da eine Grundbildung die wichtigste Voraussetzung dafür ist, Informationen über HIV/Aids erlangen und verstehen zu können. Eine Studie in Südafrika stellte heraus, dass jedes zusätzliche Schuljahr das Risiko einer HIV-Infektion um 7% reduzierte. Besonders bei Mädchen senkt längerer Schulbesuch das HIV-Risiko. Durch Bildung werden Mädchen dazu befähigt, selbstbewusstere Entscheidungen zu treffen und ökonomisch unabhängiger von ihren Partnern zu werden.
26 SchülerInnen pro LehrerIn 36 SchülerInnen pro LehrerIn 46 SchülerInnen pro LehrerIn
Das Verhältnis beträgt 1 zu 46, das heißt im Durchschnitt kommen auf jede/n LehrerIn 46 SchülerInnen. Diese Werte sind natürlich innerhalb Subsahara-Afrika sehr unterschiedlich: In Südafrika sind es beispielsweise 31, in Tansania 54 und in Mosambik 61 SchülerInnen pro LehrerIn. Zum Vergleich: In Deutschland kommen 13 SchülerInnen auf jede/n LehrerIn.
90% 60% 30%
In Südafrika sind bei den 15- bis 24-Jährigen 90 % der Neuinfizierten weiblich. Gleichzeitig beträgt die Alphabetisierungsrate der Mädchen/jungen Frauen in diesem Alter nur 67%. Mädchen sind also eine besonders wichtige Zielgruppe für Präventionsarbeit und Bildungsförderung.
5:2 auf 5 neue Therapieplätze kommen 2 Neuinfektionen 1:1 auf jeden neuen Therapieplatz kommt 1 Person, die sich neu mit HIV infiziert 2:5 auf 2 neue Therapieplätze kommen 5 Neuinfektionen
Auf 2 neue Therapieplätze kommen leider immer noch 5 neue Infektionen mit dem HI-Virus! Das zeigt, dass die medizinischen Ansätze nicht ausreichen und durch einen verbesserten Zugang zu ART (Antiretrovirale Therapie) alleine die HIV/Aids-Problematik nicht zu lösen ist. Eine Senkung der Rate der Neuinfektionen kann durch Prävention und Aufklärungsarbeit erreicht werden. Dies ist jedoch nur möglich, wenn der Zugang zu Bildung und damit zu Informationen über HIV/Aids und mögliche Ansteckungswege gewährleistet ist!
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Nochmal Armut HIV/Aids basics HIV/AIDS in Subsahara-Afrika
20% 30% 40%
In Südafrika waren zwischen 1997 und 2005 40% aller Todesfälle auf HIV/Aids zurückzuführen. Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt im südlichen Afrika insgesamt unter 50 Jahren, in Simbabwe sogar unter 40 Jahren. Der Großteil der Menschen, die an Aids sterben, befindet sich im mittleren Alter und somit in den besten Jahren der Erwerbsfähigkeit, sodass ein Todesfall nicht nur ein emotionaler Verlust ist, sondern auch mit finanziellen Einschnitten für die zurückbleibende Familie verbunden ist. Neben den Kosten für die Beerdigung muss die Familie den Verlust eines Einkommens kompensieren.
500.000 3.9 Millionen 14.8 Millionen 72 Millionen
Über 15 Millionen Kinder haben im südlichen Afrika ihre Mutter, ihren Vater oder beide Elternteile durch Aids verloren und sind damit nach der Definition der Vereinten Nationen Waisenkinder. Durch den Tod der Eltern verlieren die Kinder neben ihrem engsten sozialen Umfeld oftmals auch Zukunftsperspektiven. Viele Aids-Waisenkinder sind traumatisiert, weil sie Krankheit und Tod der Eltern miterleben mussten und/oder aufgrund der Krankheit diskriminiert werden. Sie werden leichter Opfer von sexueller und anderer Ausbeutung und haben ein höheres HIV-Infektionsrisiko.
56,2% 68,6% 72,9% 83,4%
72,9% der Menschen im südlichen Afrika müssen mit weniger als $2 pro Tag auskommen. Der Anteil derer, die weniger als $1,25 pro Tag zur Verfügung haben, beträgt sogar 50,9%! Die hohe finanzielle Belastung, die eine HIV-Infektion darstellt, verschärft die wirtschaftliche Situation der betroffenen Familien zusätzlich.
Beides, HIV und Mangelernährung, schwächen das Immunsystem. Treten sie zusammen auf, verstärkt sich der Effekt. Eine schlechte Ernährung macht Infizierte anfällig für Zweiterkrankungen (sogenannte opportunistische und Ko-Infektionen) und beschleunigt damit den Verlauf der Aids-Erkrankung. Die Aufnahme von ausreichend Vitamin C stärkt den Körper und kann somit HIV/Aids lindern. HIV-positive Mütter, die unterernährt sind, haben ein höheres Risiko als normal-ernährte Mütter, das Virus auf ihr Baby zu übertragen. Eine ausreichende und ausgewogene Ernährung ist notwendig, damit die Behandlung mit antiretroviralen Medikamenten wirkt.
Vitamin C kann HIV/Aids natürlich nicht lindern. Alle anderen Aussagen sind jedoch richtig. Unterernährung ist daher leider ein ernsthaftes Problem.
5% 15% 50% 65%
Untersuchungen zeigen, dass ca. 50% der Aids-Waisenkinder an Unterernährung leiden. Gleichzeitig ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass sie sich aufgrund ihrer prekären Lebensumstände selbst mit HIV infizieren.
Burundi, die Demokratische Republik Kongo, Eritrea und Tschad Südafrika, Kenia, Indien und Ruanda Indien, Haiti, Simbabwe und die Demokratische Republik Kongo
In 26 Ländern ist die Hungersituation laut WHI 2011 „sehr ernst“ oder „gravierend“. Alle Länder, für die der WHI 2011 einen gravierenden Wert aufweist - Burundi, die Demokratische Republik Kongo, Eritrea und Tschad - liegen in Afrika südlich der Sahara. Die meisten Länder mit sehr ernsten WHI-Werten liegen in Afrika südlich der Sahara und in Südasien. Der Welthunger-Index ist jedoch immer ein Durchschnittswert, sodass in Ländern mit einer „sehr ernsten“ Hungersituation dennoch Gebiete existieren können, in denen die Lage „gravierend“ ist. Da Daten oft erst mit großer Zeitverzögerung verfügbar sind, spiegelt der WHI 2011 weder die Auswirkungen der Nahrungsmittelpreiskrise von 2010/11 noch die aktuelle Hungersnot am Horn von Afrika wider.
Nochmal Bildung HIV/Aids basics HIV/Aids in Subsahara-Afrika
Eine Geschlechtskrankheit, die zu Unfruchtbarkeit führt Eine Viruserkrankung, die zur fortschreitenden Zerstörung des Immunsystems führt Eine Geschlechtserkrankung, die zur fortschreitenden Zerstörung des Immunsystems führt Eine Hauterkrankung der inneren und äußeren Geschlechtsorgane, die die Gesundheit des Nachwuchses gefährden kann
Bei dieser Viruserkrankung werden Zellen des Immunsystems angegriffen, die eine zentrale Aufgabe bei der Abwehr von Krankheiten haben. Die fortschreitende Zerstörung des Immunsystems führt dazu, dass auftretende opportunistische Krankheiten und Infektionen nicht bekämpft werden und die Erkrankten daran sterben können.
HIV bezeichnet den Krankheitserreger, Aids die Krankheit Aids bezeichnet den Krankheitserreger, HIV die Krankheit Es gibt keinen Unterschied
HIV steht für „human immunodeficiency virus“ (dt.: „Menschliches Immunschwäche-Virus“) und bezeichnet somit den Krankheitserreger. Aids ist die Abkürzung für „acquired immunodeficiency syndrome“ (dt.: „Erworbenes Immunschwäche-Syndrom“) und steht für die ausgebrochene Krankheit.
Durch Speichel Durch Blut Durch Sperma oder Vaginalsekret Durch Schweiß Durch Urin Durch Muttermilch
Eine HIV-Infektion wird nicht durch Speichel, Schweiß oder Urin übertragen!! Eine Infektion ist nur durch die Körperflüssigkeiten Blut, Sperma, Vaginalsekret und Muttermilch möglich. Dabei ist ein Austausch bzw. eine Aufnahme der infizierten Körperflüssigkeiten gemeint, der bloße Kontakt mit infiziertem Blut, Sperma, Vaginalsekret oder Muttermilch führt noch nicht zu einer Infektion. Übertragungswege sind also ungeschützter Geschlechtsverkehr, die Benutzung unsauberer Spritzen beim Drogenkonsum, die Verwendung unsauberer Bluttransfusionen und das Stillen.
Alle Verhütungsmethoden schützen nicht nur vor ungewollter Schwangerschaft, sondern auch vor HIV Nur der Gebrauch von Kondomen Nur die Pille Nur hormonelle Verhütungsmethoden
Nur der Gebrauch von Kondomen kann vor der Ansteckung mit dem HI-Virus schützen.
Eine Infektion geht mit dem unmittelbaren Ausbruch der Krankheit einher Ca. 14-16 Tage Ca. 1 Jahr Durchschnittlich ca. 10 Jahre, kann jedoch stark variieren
Die Latenzphase, also die Zeit, in der sich das Virus im Körper vermehrt und noch keine Krankheitssymptome auftreten, dauert ohne Behandlung durchschnittlich 10 Jahre, kann aber auch bis zu 15 Jahre anhalten. Es gibt jedoch auch PatientInnen, die innerhalb weniger Monate Aids entwickeln, dies ist abhängig von der Konzentration der Viruslast im Blut. Neben der Einnahme von Medikamenten kann auch eine gesunde Lebensführung das asymptomatische Stadium verlängern.
Ja, man kann sich gegen das HI-Virus impfen lassen Ja, es gibt ein Antibiotikum gegen HIV, das die Krankheit bei therapietreuer Einnahme heilt Ja, man kann HIV/Aids behandeln, aber nicht heilen Nein, es gibt weder eine Behandlung noch eine Heilung von HIV/Aids
Man kann HIV/Aids nicht heilen und es gibt auch trotz intensiver Forschung (noch) keinen Impfstoff gegen das Virus, aber die Behandlung einer HIV-Infizierung ist möglich: Bei einer Antiretroviral-Therapie (ART) werden Antiretroviral-Medikamente (ARVs) zur Behandlung HIV-Infizierter verwendet. Diese Medikamente beeinträchtigen die Fähigkeit des Virus, sich im Körper zu reproduzieren. Folglich wird die Viruslast im Körper, also die Konzentration der HI-Viren im Blut, gering gehalten und das Immunsystem gestärkt. Somit kann der Ausbruch von Aids und das Auftreten opportunistischer Erkrankungen (so werden Erkrankungen bezeichnet, die sich aufgrund der Schwäche des Immunsystems entwickeln können, häufig sind dies Lungenentzündungen, Tuberkulose, das Kaposi-Sarkom oder Pilz-/ Viruserkrankungen) hinausgezögert werden. Das erste Antiretroviral-Medikament wurde 1987 genehmigt.
Nochmal Armut Bildung HIV/Aids in Subsahara-Afrika
Männer Frauen Kein Unterschied
Frauen sind aus biologischen Gründen vulnerabler für das HI-Virus als Männer: Der weibliche Genitaltrakt hat eine größere Fläche, über die das HIV in den Körper eindringen kann, und Frauen haben längeren Kontakt mit der infektiösen Samenflüssigkeit. Daher ist es zwei bis vier Mal wahrscheinlicher, dass sich HIV von einem Mann auf eine Frau überträgt als umgekehrt. Zudem ist vor allem bei Mädchen und jungen Frauen die Abwehrfunktion des Vaginaltraktes noch unausgereift, wodurch diese besonders gefährdet sind. Es gibt jedoch neben den biologischen Ursachen auch soziale und kulturelle Gründe dafür, dass Frauen in Subsahara-Afrika besonders betroffen und anfällig für eine HIV-Infektion sind (z.B. schlechterer Zugang zu Ressourcen, Einkommen sowie Bildung und somit auch zu Information bzgl. sexueller Gesundheit, HIV und Verhütung; meist passive Rolle in der Entscheidung über sexuelle Fragen wie bspw. die Verwendung von Kondomen; ökonomische Abhängigkeit; Ehe mit meist älteren Männern, die eine höhere Wahrscheinlichkeit haben, mit HIV infiziert zu sein).
26% 29% 42% Über 60%
2007 betrug in Osteuropa und Zentralasien der Anteil der Frauen an den HIV-Infizierten 26%, in Asien 29%, in der Karibik 42% und im südlichen Afrika über 60%.
Ca. 1-2 %, abhängig vom Alter der Schwangeren Ca. 30-40%, doch durch geeignete Maßnahmen kann das Risiko reduziert werden 100 %, das Risiko lässt sich nicht reduzieren
Das Risiko der Mutter-zu-Kind-Übertragung liegt bei ca. 30-40%. Die Infektion kann in utero, durch den Austausch von Blut und Flüssigkeiten während der Geburt sowie beim Stillen weitergegeben werden. Durch geeignete Maßnahmen – nämlich eine Therapie mit antiretroviralen Medikamenten für die Mutter (die helfen, die Viruslast im Körper gering zu halten), eine Kaiserschnittentbindung sowie der Verzicht auf Stillen – kann das Risiko jedoch auf unter 5% reduziert werden. In Deutschland konnte das Risiko der Mutter-zu-Kind-Übertragung so auf unter 1% gesenkt werden, im südlichen Afrika ist das Risiko aufgrund fehlender Ressourcen und mangelnder Aufklärung jedoch noch sehr hoch. Nicht nur die Medikamente für die Mutter müssen finanziert werden, sondern auch Milchpulver für das Neugeborene. Der Verzicht auf das Stillen wird außerdem oft auch aus kulturellen Gründen und aufgrund von Angst vor Stigmatisierung nicht in die Tat umgesetzt.
17% 37% 57% 77%
Nur 37% der in Subsahara-Afrika lebenden Menschen, die antiretrovirale Medikamente benötigen, haben tatsächlich Zugang zu den Mitteln.
13% 26% 39% 43%
Nur 26% der Kinder, die eine Antivirale Therapie benötigen, erhalten diese.
54% 64% 74% 84%
Es erhalten ungefähr 54% der schwangeren HIV-positiven Frauen Medikamente, um eine Ansteckung des Kindes zu verhindern. Dieser Anteil schwankt jedoch zwischen den Regionen erheblich: Im östlichen und südlichen Afrika beträgt der Anteil 68%, im westlichen und zentralen Afrika nur 23%.
Nochmal HIV/Aids basics Armut Bildung