2017 wechseln wir die Blickrichtung!#blickwechsel

 

Go Ahead! will mit der Kampagne „Blickwechsel“ den üblichen Freiwilligenaustausch vom Globalen Norden in den Globalen Süden umkehren: acht Personen aus unseren Partnerprojekten in Südafrika reisen nach Deutschland, um ihr Wissen für uns zugänglich zu machen. Die Bildungsreise wird in mehreren Städten, von München über Heidelberg bis Berlin, Halt machen. Überall wird es verschiedene öffentliche Veranstaltungen geben, die einen neuen Blick auf globale Herausforderungen ermöglichen.

 

Unsere Partner

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Ansprechpartner der Kampagne

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Johanna Reimers

Organisation Kampagne 2017

Kontakt: j.reimers@goahead-organisation.de

 

Susann EberleinSusann Eberlein

Öffentlichkeitsarbeit Kampagne 2017

Kontakt: s.eberlein@goahead-organisation.de

 

 

Pressemitteilungen

20.03.2017 - Kampagne „Blickwechsel 2017“: Engagement Global unterstützt den Süd-Nord-Austausch

Um den Süd-Nord-Austausch realisieren zu können, braucht Go Ahead! starke Partner. Der Verein wird unter anderem durch finanzielle Mittel von Engagement Global unterstützt. Die Agentur hat knapp 7.500 Euro zur Verfügung gestellt, mit denen ein Großteil der Kampagne umgesetzt werden kann.

Damit neun Mitarbeitende aus südafrikanischen Organisationen, mit denen Go Ahead! seit Jahren erfolgreich zusammenarbeitet, nach Deutschland kommen, mit Vereinsmitglieder durch die Republik fahren und sich über die gemeinsame Arbeit im Bildungsbereich austauschen zu können, braucht es nicht nur eine gute Vorbereitung. Go Ahead! muss den Süd-Nord-Austausch auch finanziell stemmen. Um die Durchführung der Kampagne zu gewährleisten, bewarb sich der ehrenamtlich arbeitende Verein bereits im vergangenen Jahr um Fördermittel von Engagement Global. Im Rahmen des Förderprogramms Entwicklungspolitische Bildung (FEB) vergibt die Agentur des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) Gelder für Projekte, die entwicklungspolitische Informations- und Bildungsarbeit umsetzen.

Engagement Global stellt dem Verein insgesamt 7.446 Euro zur Verfügung, die unter anderem für die Übernachtung der südafrikanischen Gäste in Deutschland und die Veranstaltungen während der Kampagne genutzt werden. „Wir freuen uns riesig über die Zusage der Fördergelder und die Unterstützung durch Engagement Global. Es ist das größte Budget, das uns bisher seitens der Bundesregierung zugesichert wurde“, sagt Anne-Marie Parth. Die Vorstandsvorsitzende von Go Ahead! hatte den Antrag zusammen mit Johanna Reimers gestellt. Die jungen Frauen kümmern sich federführend um die Organisation der Kampagne.

Daneben wird die Kampagne von der Organisation „Brot für die Welt“ unterstützt. Sie hat dem Verein 2.000 Euro zugesichert, mit denen ebenfalls Veranstaltungen während des Austausches verwirklicht werden. Den restlichen Beitrag finanziert Go Ahead! aus eigener Tasche. „Dank zahlreicher Spendenaktionen unserer Hochschulgruppen und privaten Spenden konnten wir die Süd-Nord-Kampagne finanziell auf sichere Füße stellen“, sagt Anne-Marie Parth.

14.03.2017 - Kampagne „Blickwechsel 2017“: Vertreter von vier Projektpartnern nehmen am Süd-Nord-Austausch teil

Am 22. April landen neun Südafrikanerinnen und Südafrikaner in Deutschland, um zwei Wochen lang mit Vereinsmitgliedern durch die Bundesrepublik zu reisen und sich über Entwicklungszusammenarbeit auf Augenhöhe auszutauschen. Die Teilnehmer am Süd-Nord-Austausch „Blickwechsel 2017“ vertreten vier der insgesamt sechs Partner von Go Ahead!: Heartbeat, Pastoral, Transitions Foundation sowie United Through Sports.

„Wir freuen uns sehr, dass wir die Möglichkeit bekommen, einige unserer Partner persönlich kennenzulernen. Aus den Gesprächen mit ihnen kann ich aber mit gutem Gewissen sagen, dass sie noch viel aufgeregter sind als wir“, sagt Vereinsmitglied Tom Bodenbinder, der im Vorfeld der Kampagne „Blickwechsel 2017“ als Ansprechpartner für die südafrikanischen Gäste fungiert.

Mit vier Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wird die Organisation Transitions Foundation während des Süd-Nord-Austauschs am stärksten vertreten sein. „Ich erhoffe mir, mehr über die Erfolge und Herausforderungen des deutschen Bildungssystems zu lernen – und wie diese unsere Arbeit in Südafrika beeinflussen können“, sagt Managing Director Sibongile Sarah Khumalo. In Midrand nahe Pretoria (Südafrika) leitet sie die 2012 gegründete Non-Profit-Organisation (NPO) Transitions Foundation, die das Ziel verfolgt, junge Südafrikanerinnen und Südafrikaner beim Übergang von der High School zur Berufsausbildung oder zum Studium zu begleiten. Dabei werden sie insbesondere durch außerschulische Bildungsangebote unterstützt.

Zusammen mit ihren Kollegen Daniel Enang, Nomonde Molly van Rooyen und Mahloboga Rosina Ramakgolo wird Sibongile Sarah Khumalo zum ersten Mal in Deutschland sein. „Mein Bild von Deutschland ist bisher vor allem von dem geprägt, was ich im Fernsehen gesehen habe oder was mir Freunde berichten“, sagt sie. Sie hat aber auch viele junge Menschen aus Deutschland kennengelernt, die Südafrika im Rahmen eines Austausches oder anderen Programmen besuchen. „Das Interesse, das junge Deutsche an anderen Ländern haben, ist inspirierend. Davon können wir Südafrikaner lernen“, betont sie.

Für Themen wie Gesundheit, Selbstbestimmung und Verantwortungsübernahme zu sensibilisieren, ist das Ziel der Organisation United Through Sports. 2005 in der Nähe von Port Elizabeth gegründet, hat sie sich auf die Entwicklung von sportpädagogischen Programmen für benachteiligte Jugendliche dieser Region spezialisiert. Director Nicholas James Mould, Programme Manager Nosipho Dolly Xapile und Life Skill Trainer Tandile Matsha werden während der interkulturellen Begegnung von ihren Erfahrungen berichten.

Die zwei übrigen Projektpartner, die am erstmals stattfindenden Süd-Nord-Austausch teilnehmen, schicken je einen Verantwortlichen nach Deutschland. Xoliswa Lucia Ndhove vertritt die Organisation Pastoral, die eine Vorschule in Kliptown in Soweto (South Western Townships) betreut und Kindern einen sicheren Ort zum Leben und Beisammensein anbietet. Die Kinder werden vom ersten bis zum sechsten Lebensjahr in der Einrichtung betreut und auf die Grundschule vorbereitet.

Für Heartbeat wird Sibusiso Joshua Molimi nach Deutschland reisen. Die Nichtregierungsorganisation kümmert sich vorrangig um Kinder und Jugendliche, die ihre Eltern durch die Folgen von HIV/Aids verloren haben oder deren Eltern bzw. Erziehungsberechtige schwer krank sind. Derzeit betreibt Heartbeat zwölf Gemeindezentren, im Rahmen unterschiedlicher Projekte werden über 300 Heranwachsende kontinuierlich betreut.

01.03.2017 - Anne-Marie Parth: „Ein Blickwechsel soll nichts Akademisches sein

Unter dem Motto ´Blickwechsel 2017´ veranstaltet Go Ahead! in diesem Jahr erstmals einen Süd-Nord-Austausch. Anne-Marie Parth, Vorstandsvorsitzende von Go Ahead!, sowie GA!-Mitglied Johanna Reimers kümmern sich federführend um dessen Organisation. Im Interview sprechen sie über das Motto der Kampagne, die Teilnehmer an der Deutschland-Tour und die Ziele der interkulturellen Begegnung.

Die Kampagne steht unter dem Motto ´Blickwechsel 2017´ Was steckt hinter diesem Titel?

Johanna Reimers: Für diese Kampagne haben wir Besucherinnen und Besucher aus Südafrika eingeladen, die bei unseren Projektpartnern vor Ort arbeiten. Die Idee kam uns, als wir vor drei Jahren selbst zu Besuch in Südafrika waren. Damals konnten wir unsere Perspektive wechseln und erleben, was mit den Spenden vor Ort passiert. Jetzt wollen wir den Blickwechsel in die andere Richtung realisieren, so dass unsere Partner erfahren, welche Arbeit Go Ahead! hier in Deutschland leistet.

Warum ist Go Ahead! dieser Blickwechsel so wichtig?

Johanna Reimers: In den letzten zwei Jahren haben wir uns in einem internen Review-Prozess viel mit der Art und Weise beschäftigt, wie gut unsere ehrenamtliche Arbeit läuft und wo eventuelle Schwachstellen liegen. Wie kooperieren wir mit den Projektpartnern im südlichen Afrika? Wie stellen wir ihre Lebenswelt in der deutschen Öffentlichkeit dar? Dabei ist uns unter anderem klar geworden, dass insbesondere der direkte Kontakt zu den Menschen hilft, um Vorurteile abzubauen und ein möglichst vielschichtiges Bild von Afrika zu zeichnen. Und das wollen wir dieses Jahr mit der Blickwechsel-Kampagne erreichen.

Wie genau funktioniert der Süd-Nord-Austausch?

Anne-Marie Parth: Uns ist besonders wichtig, dass möglichst viele Menschen in unterschiedlichen Orten und unterschiedlichen Kontexten erreicht werden. Ein Blickwechsel soll nichts Akademisches sein und eine Idee, die nur an Universitäten angestrebt wird. Deshalb haben wir uns dazu entschieden, gemeinsam mit unseren Projektpartnern durch Deutschland zu fahren und verschiedene Orte – München, Erfurt, Berlin, Marburg und Heidelberg – zu besuchen. In diesen Städten organisieren wir zahlreiche Veranstaltungen, von Schulworkshops über Filmvorführungen und Podiumsdiskussionen bis hin zu Rollenspielen. Die Veranstaltungen finden nicht hinter geschlossenen Türen statt, sondern sind für die breite Öffentlichkeit zugänglich.

Wie wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Tour ausgewählt?

Johanna Reimers: Es gibt vier Projektpartner in Südafrika, mit denen Go Ahead! schon lange zusammen arbeitet. Das sind die Organisationen Heartbeat sowie United through Sports, die Vorschule Pastoral und das Projekt Transitions Foundation. Von diesen Partnern werden Mitarbeitende nach Deutschland kommen und an der Reise teilnehmen. Die einzelnen Personen wurden dabei von den Projektpartnern selbst ausgewählt.

Welche Visionen und Ziele verfolgt die interkulturelle Begegnung?

Anne-Marie Parth: Wir wollen die typische Schwarz-Weiß-Zeichnung vom armen, hilfsbedürftigen Afrika und reichem, helfenden Norden aufheben. Im Idealfall verstehen die Teilnehmenden, aber auch die Besucherinnen und Besucher außerhalb des Go Ahead!-Kreises, dass auch ‚wir‘ viel von Menschen aus dem Subsahara-Afrika lernen können und dass die dortigen Länder deutlich diverser sind als in den hiesigen Medien dargestellt. Unser Ziel ist es außerdem, neue Ideen zu globalen Problemen und Entwicklungszusammenarbeit entstehen zu lassen. Schlussendlich wollen wir eine neue Art des Zusammenarbeitens auf Augenhöhe schaffen und hierdurch interkulturelle Begegnungen neu denken.

Wie wird die Kampagne finanziert?

Johanna Reimers: Den Löwenanteil der Finanzierung hat uns ´Engagement Global´ zur Verfügung gestellt, die Gelder des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) vergeben. Es ist das erste Mal, das Go Ahead! eine solche Finanzierung von der Bundesregierung bekommt. Darüber haben wir uns richtig gefreut! Außerdem finanziert „Brot für die Welt“ einen Anteil der Kampagne. Den Rest der Kosten haben wir über eigenen Spendenaktionen in den Hochschulgruppen sowie private Spender gedeckt.

22.02.2017 - Kampagne „Blickwechsel 2017“ startet in zwei Monaten: Südafrikanische Projektpartner reisen mit Go Ahead! durch Deutschland

München, Erfurt, Berlin, Marburg und Heidelberg: Ab dem 22. April reisen südafrikanische Projektpartner gemeinsam mit Ehrenamtlichen von Go Ahead! durch Deutschland. Unter dem Motto ´Blickwechsel 2017´ besuchen die Gäste aus Südafrika unter anderem die Hochschulgruppen des Vereins, der sich für Bildungsprojekte im Subsahara-Afrika engagiert. Während der zweiwöchigen Tour, die größtenteils von Engagement Global finanziert wird, feiert Go Ahead! seinen zehnten Geburtstage.

Zwei Wochen lang werden Mitglieder des ehrenamtlich wirkenden Vereins Go Ahead! e.V. mit neun Projektpartnern aus Südafrika durch Deutschland fahren und sich im Rahmen interkultureller Begegnungen über entwicklungspolitische Ideen austauschen.´Besonders in Zeiten globaler Ungleichheiten und fremdenfeindlicher Zuspitzungen ist es uns wichtig, ein differenziertes und vielseitiges Afrika-Bild zu fördern´, sagt Vorstandsvorsitzende Anne-Marie Parth über den Süd-Nord-Austausch. Unter dem Motto ´Blickwechsel 2017´ sollen globale Probleme aus verschiedenen Perspektiven betrachtet werden. ´Damit wirken wir der Einbahnstraßenpolitik im entwicklungspolitischen Diskurs entgegen. Wir fragen nicht nur, was wir für Afrika tun können und schicken Freiwillige für Projekte nach Afrika, sondern laden umgekehrt auch unsere Projektpartner ein und fragen, was wir von Afrika lernen können´, erklärt Anne-Marie Parth.

Im Rahmen der Tour wird auch das zehnjährige Bestehen des Vereins gefeiert. Seit einem knappen Jahrzehnt engagiert sich Go Ahead! für Bildungsprojekte in Subsahara-Afrika. Damit will der 725 Mitglieder starke Verein Kindern und Jugendlichen, die von HIV/Aids und materieller Armut betroffen sind, den Zugang zu Bildung erleichtern. Go Ahead! verzichtet dabei auf eigene Projekte vor Ort und fördert stattdessen lokale Partner und Organisationen, die eine Expertise im Themengebiet nachgewiesen haben, sowohl ideell als auch finanziell. Das Learning Center in Jozini (Südafrika), in dem über 300 Aidswaisen betreut und gefördert werden, ist nur ein Beispiel für die erfolgreiche Zusammenarbeit.

Den südafrikanischen Gästen wird während der zweiwöchigen Tour viel geboten. Während des Besuchs der Städte München, Erfurt, Berlin, Marburg und Heidelberg finden zahlreiche Vorträge, Lese- und Filmabende, Rollenspiele und andere Veranstaltungen statt, die von allen Interessierten besucht werden können. An den Universitäten der genannten Städte sind Hochschulgruppen des Vereins aktiv, die sich nicht nur für Bildungsprojekte und den interkulturellen Austausch stark machen, sondern sich auch um die Aufklärung über den Teufelskreislauf zwischen HIV/Aids, mangelnder Bildung und Armut bemühen. Finanziert wird die Tour zum Großteil aus Fördergeldern von Engagement Global, einer Agentur des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), sowie der Organisation ´Brot für die Welt´.