Am 22. April landen neun Südafrikanerinnen und Südafrikaner in Deutschland, um zwei Wochen lang mit Vereinsmitgliedern durch die Bundesrepublik zu reisen und sich über Entwicklungszusammenarbeit auf Augenhöhe auszutauschen. Die Teilnehmer am Süd-Nord-Austausch „Blickwechsel 2017“ vertreten vier der insgesamt sechs Partner von Go Ahead!: Heartbeat, Pastoral, Transitions Foundation sowie United Through Sports.

„Wir freuen uns sehr, dass wir die Möglichkeit bekommen, einige unserer Partner persönlich kennenzulernen. Aus den Gesprächen mit ihnen kann ich aber mit gutem Gewissen sagen, dass sie noch viel aufgeregter sind als wir“, sagt Vereinsmitglied Tom Bodenbinder, der im Vorfeld der Kampagne „Blickwechsel 2017“ als Ansprechpartner für die südafrikanischen Gäste fungiert.

Mit vier Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wird die Organisation Transitions Foundation während des Süd-Nord-Austauschs am stärksten vertreten sein. „Ich erhoffe mir, mehr über die Erfolge und Herausforderungen des deutschen Bildungssystems zu lernen – und wie diese unsere Arbeit in Südafrika beeinflussen können“, sagt Managing Director Sibongile Sarah Khumalo. In Midrand nahe Pretoria (Südafrika) leitet sie die 2012 gegründete Non-Profit-Organisation (NPO) Transitions Foundation, die das Ziel verfolgt, junge Südafrikanerinnen und Südafrikaner beim Übergang von der High School zur Berufsausbildung oder zum Studium zu begleiten. Dabei werden sie insbesondere durch außerschulische Bildungsangebote unterstützt. 

Zusammen mit ihren Kollegen Daniel Enang, Nomonde Molly van Rooyen und Mahloboga Rosina Ramakgolo wird Sibongile Sarah Khumalo zum ersten Mal in Deutschland sein. „Mein Bild von Deutschland ist bisher vor allem von dem geprägt, was ich im Fernsehen gesehen habe oder was mir Freunde berichten“, sagt sie. Sie hat aber auch viele junge Menschen aus Deutschland kennengelernt, die Südafrika im Rahmen eines Austausches oder anderen Programmen besuchen. „Das Interesse, das junge Deutsche an anderen Ländern haben, ist inspirierend. Davon können wir Südafrikaner lernen“, betont sie.

Für Themen wie Gesundheit, Selbstbestimmung und Verantwortungsübernahme zu sensibilisieren, ist das Ziel der Organisation United Through Sports. 2005 in der Nähe von Port Elizabeth gegründet, hat sie sich auf die Entwicklung von sportpädagogischen Programmen für benachteiligte Jugendliche dieser Region spezialisiert. Director Nicholas James Mould, Programme Manager Nosipho Dolly Xapile und Life Skill Trainer Tandile Matsha werden während der interkulturellen Begegnung von ihren Erfahrungen berichten.

Die zwei übrigen Projektpartner, die am erstmals stattfindenden Süd-Nord-Austausch teilnehmen, schicken je einen Verantwortlichen nach Deutschland. Xoliswa Lucia Ndhove vertritt die Organisation Pastoral, die eine Vorschule in Kliptown in Soweto (South Western Townships) betreut und Kindern einen sicheren Ort zum Leben und Beisammensein anbietet. Die Kinder werden vom ersten bis zum sechsten Lebensjahr in der Einrichtung betreut und auf die Grundschule vorbereitet.

Für Heartbeat wird Sibusiso Joshua Molimi nach Deutschland reisen. Die Nichtregierungsorganisation kümmert sich vorrangig um Kinder und Jugendliche, die ihre Eltern durch die Folgen von HIV/Aids verloren haben oder deren Eltern bzw. Erziehungsberechtige schwer krank sind. Derzeit betreibt Heartbeat zwölf Gemeindezentren,  im Rahmen unterschiedlicher Projekte werden über 300 Heranwachsende kontinuierlich betreut.

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